Prüfen, rufen, drücken. Bis der Rettungsdienst eintrifft, vergehen auch auf dem Land einige Minuten – in dieser Zeit entscheidet, was Sie tun. Und jeder kann es.
Sie können nichts falsch machen, außer nichts zu tun. Hilfe zu leisten ist in Deutschland Pflicht, aber niemand verlangt Unmögliches: Rufen Sie an, bleiben Sie bei der Person, und tun Sie, was Sie können.
So helfen Sie richtig
1 – Überblick und Eigenschutz
Was ist passiert? Welche Gefahren drohen der Person – und Ihnen? Verkehr, Strom, Rauch, Wasser. Erst absichern, dann helfen. Warnweste anziehen, Warnblinker an, Warndreieck aufstellen.
2 – Prüfen
Person laut ansprechen und an den Schultern fassen. Keine Reaktion? Kopf vorsichtig nach hinten neigen, Kinn anheben und prüfen, ob sie normal atmet: sehen, hören, fühlen.
3 – Rufen
112 wählen oder wählen lassen – laut und mit Blick auf eine bestimmte Person: „Sie, rufen Sie den Notruf!“ Lautsprecher einschalten, dann haben Sie die Hände frei.
4 – Bewusstlos, aber Atmung normal
Stabile Seitenlage, damit die Atemwege frei bleiben. Zudecken, Atmung immer wieder kontrollieren, bei der Person bleiben.
5 – Keine normale Atmung: Drücken
Sofort Herzdruckmassage. Handballen auf die Mitte des Brustkorbs (unteres Drittel des Brustbeins), zweite Hand darauf, Arme gestreckt. Fünf bis sechs Zentimeter tief, 100 bis 120 Mal pro Minute – im Takt von „Stayin’ Alive“. Wer kann und will: 30 Mal drücken, 2 Mal beatmen.
6 – Nicht aufhören
Weitermachen, bis der Rettungsdienst übernimmt oder Sie nicht mehr können – Helfer abwechseln. Ist ein Defibrillator (AED) in der Nähe, jemanden holen schicken, aber die Herzdruckmassage dafür nicht unterbrechen. Das Gerät erklärt sich selbst.
Danach behutsam nach weiteren Verletzungen suchen: Blutflecken oder beschädigte Kleidung deuten auf Wunden hin, die man nicht sofort sieht.
Die häufigsten Notfälle
Ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit Bildern und Videos finden Sie beim Deutschen Roten Kreuz:
- Stabile Seitenlage
- Herz-Lungen-Wiederbelebung
- Starke Blutungen stillen
- Verbrennungen
- Schlaganfall erkennen
- Herzinfarkt
- Ersticken und Verschlucken
Erste-Hilfe-Kurs: einmal ist nicht genug
Der letzte Kurs war beim Führerschein? Dann ist es Zeit für eine Auffrischung. Ein Erste-Hilfe-Kurs dauert einen Tag und gibt die Sicherheit, im Ernstfall nicht zu zögern. Angebote gibt es beim DRK, den Maltesern, Johannitern und dem ASB in der Umgebung.
Bei uns in der Wehr sind ausgebildete Feuerwehrsanitäter im Dienst, die im Einsatz die Zeit bis zum Rettungsdienst überbrücken. Mehr dazu unter Ausbildung & Fachbereiche. Wie Sie einen Notruf richtig absetzen, steht hier.
Aktuelle Infos der Gemeinde per WhatsApp
Die Gemeinde Spechbach informiert über ihren WhatsApp-Kanal über Warnungen, Sperrungen, Sammeltermine und Veranstaltungen. Wer dem Kanal folgt, bleibt für die Gemeinde anonym; es gelten die Datenschutzbestimmungen von WhatsApp.
Quelle: Deutsches Rotes Kreuz, drk.de/erste-hilfe. Diese Seite ersetzt keinen Erste-Hilfe-Kurs. Stand September 2026.
